Im Jahr 1723 schickte Herzog Leopold von Lothringen seinen 15-jährigen Sohn Franz Stephan an den befreundeten Kaiserhof nach Wien: zur Erziehung, aber durchaus auch mit dem Hintergedanken, eine der Töchter des Kaisers zu heiraten. Die Rechnung ging auf: Am 12. Februar 1736 heiratete Franz Stephan Maria Theresia, die älteste Tochter des Kaiserpaares und Erbin eines riesigen Territorienkomplexes. Dass er dafür auf sein angestammtes Herzogtum Lothringen hatte verzichten müssen, weil Frankreich den habsburgischen Konkurrenten nicht vor der eigenen Haustür dulden wollte, war ihm zwar schwergefallen, war aber das Opfer letztlich doch wert. Immerhin bekam er als Ausgleich das Großherzogtum Toskana, das er dann auch im Jahr 1738 mit seiner jungen Frau besuchte. Es sollte das einzige Mal bleiben, dass Franz Stephan dieses Territorium, dessen Landesherr er nun war, zu sehen bekam. …
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