An dem Tag, als Manga Bell und Ngoso Din hingerichtet wurden, leerten sich die Straßen und die Häuser Dualas. Als die deutsche Kolonialjustiz am 8. August 1914 um 17 Uhr den jungen König und seinen Vertrauten vor dem Gerichtsgebäude im Küstenort des deutschen „Schutzgebiets“ Kamerun hängte, floh die schwarze Bevölkerung, manche in Booten den Fluss Mungo hinauf, andere ins Hinterland. Aus gutem Grund: Wen die deutschen Soldaten ohne Ausweis auf der Straße antrafen, der wurde eingesperrt, wer auf dreimaligen Zuruf nicht anhielt, wurde sofort erschossen. An jenem Tag begann der Untergang der deutschen Kolonialherrschaft in Kamerun, und es endete auch der friedliche Widerstand des Volkes der Duala gegen die gewalttätigen Kolonialherren, den Manga Bell angeführt hatte. Als wenige Wochen später der Erste Weltkrieg nach Kamerun kam, stellten sich die Duala England im Kampf gegen die Deutschen zur Verfügung. Was die deutschen Kolonialherren jahrelang zu Unrecht befürchtet hatten – den bewaffneten Widerstand der Duala –, das hatten sie nun mit der Hinrichtung von Manga Bell und Ngoso Din erreicht. …
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