Als Heinrich Heine 1832 in Paris erlebte, wie die Cholera ausbrach, berichtete er in der in Augsburg ansässigen „Allgemeinen Zeitung“, wie die Menschen, die doch nichts über die Ursache der Cholera wussten – es sollte noch dauern, bis die dazugehörigen Bakterien identifiziert werden konnten –, sich selbst zu schützen versuchten. Die Reichen glaubten an die Macht des Geldes und verwendeten es als Schutzmittel, um aus der Stadt zu fliehen. Ehrbare Bürger nutzten Flanellstoffe als Panzer gegen die Angriffe des schlimmsten Feindes, den man nicht sehen konnte. Und die Priester glaubten, ein geweihter Rosenkranz wehre die Cholera ab.





