Trifunktionale Antikörper, wie sie beispielsweise die Firma Trion herstellt, funktionieren so: Mit einem ihrer kurzen Enden binden sie sich an eine Tumorzelle, indem sie eine Andockstelle (Tumor-Antigen) nutzen. Mit dem langen Ende locken die Y-förmigen Moleküle Makrophagen (Fresszellen) oder andere Zellen des Immunsystems an, die einen Fc-Rezeptor haben und Tumorzellen zerstören können. Diese beiden Funktionen sind auch bei natürlichen Antikörpern verwirklicht, doch bei dem trifunktionalen Kunstprodukt kommt noch eine hinzu: Der zweite kurze Arm fängt eine T-Zelle ein, einen Elitekiller des Immunsystems. Wie die detaillierte Grafik rechts zeigt, stimulieren sich die beiden Zellen des Immunsystems gegenseitig über spezielle Rezeptoren und über den Austausch von Botenstoffen (Zytokinen). Andere Botenstoffe der T-Zelle sind toxisch für die Krebszelle und lösen sie auf.





