Fast 15 Prozent der Bißopfer von Klapperschlangen wurden von Tieren angefallen, die man zuvor erschlagen, totgeschossen oder geköpft hatte. Zu diesem Ergebnis kamen Frank LoVecchio und Jeffrey Suchard vom Good Samaritan Regional Medical Center in Phoenix (Arizona), als sie 34 Bißopfer befragten. Fünf von ihnen erklärten, die angreifenden Tiere seien mausetot gewesen.
Tatsächlich haben Untersuchungen gezeigt, daß ein abgetrennter Klapperschlangen-kopf bis zu einer Stunde nach dem Tod des Tieres versucht, Gegenstände anzugreifen, die vor ihm hin und her geschwenkt werden. Es handelt sich dabei wohl um einen Reflex, ausgelöst durch Infrarot-Sensoren im Grubenorgan der Schlangen; mit ihm können die Reptilien warme Körper wahrnehmen. Wer auf eine tote Klapperschlange trifft, sollte sie also am besten in Ruhe lassen.
Rüdiger Vaas





