Ein spitz aufragender Keil zerschneidet den Militärpalast in der Dresdner Albertstadt. Seit Ende des 19. Jahrhunderts dient das Arsenalgebäude als Armeemuseum. Die Hausherren wechselten – erst war es der König von Sachsen, später der Arbeiter-und-Bauern-Staat. Am Charakter des Museums änderte das wenig: Es war vor allem eine technologische Waffenschau. Der vom US-Stararchitekten Daniel Libeskind entworfene Neubau sprengt die alten Mauern. Die Botschaft: Hier hat ein grundsätzlicher Bruch stattgefunden. Besucher sollen nicht in erster Linie mittelalterliche Ritterrüstungen und modernste Panzer bestaunen, sondern mit den Greueln von Krieg und Gewalt konfrontiert werden. Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr präsentiert seit Oktober 2011 auf über 10 000 Quadratmetern seine neue Dauerausstellung. Sie verlangt den Besuchern viel ab: Die schwerverdauliche Thematik, die Fülle an Exponaten und die Entscheidung der Museumsmacher, keine Erkundungsroute vorzugeben, machen den Besuch zu einem anstrengenden Erlebnis. Aber die Anstrengungen lohnen sich.
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 02/2013.
Volker Strähle




