Gestern hieß es noch, dass ein 30 bis 70 Meter großer Himmelskörper der Erde am 21. September 2030 bedenklich nahe kommt. Mit dieser Warnung gaben NASA und International Astronomical Union erstmalig auch eine Wahrscheinlichkeit. Demnach lag die Gefahr einer Kollision bei 1 zu 500.
Doch nun gibt Brian Marsden vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics Entwarnung. Mithilfe einer weiteren Aufnahme des Objektes konnte er dessen zukünftige Bahn präziser berechnen und ist nun sicher, dass 2000 SG344 in fünf Millionen Kilometern Entfernung an der Erde vorbeisausen wird.
Die Kollision eines 70 Meter großen Asteroiden hätte katastrophale Auswirkungen, schließlich würde dabei die Energie von rund 100 Atombomben des Hiroshima-Typs freigesetzt. Wenn der Brocken nur 30 Meter durchmessen würde, könnte es immerhin sein, dass er in der Atmosphäre verglüht.
Vielleicht kommt das Objekt aber auch gar nicht aus den unendlichen Weiten des Weltraums. Die International Astronomical Union schließt nämlich nicht aus, dass es sich dabei um eine alte Trägerrakete der Apollo-Missionen handelt. Fünf solcher Antriebssysteme gelangten seinerzeit in ganz ähnliche Umlaufbahnen.
Joachim Schüring





