Der Aralsee schwindet weiter. Das Gewässer in Zentralasien war einst einer der größten Seen der Erde. Mit einer Ausdehnung von 68 000 Quadratkilometern war er fast 130 Mal so groß wie der Bodensee. Doch seit den 1960er-Jahren trocknet der Aralsee immer mehr aus. Damals begann die Sowjetunion, Wasser aus den Zuflüssen zum Bewässern von Feldern abzuzweigen. Der Wasserspiegel des Sees sank seither um rund 25 Meter, seine Fläche schrumpfte auf ein Sechstel. Der Aralsee, an den heute Kasachstan und Usbekistan grenzen, teilte sich in einen kleineren Teil im Norden und einen größeren Teil im Süden. Während der Pegel im nördlichen „kleinen Aralsee” (im Satellitenfoto rechts oben) nach dem Bau eines Damms in den letzten Jahren wieder leicht gestiegen ist, ist der größte Teil des „großen Aralsees” inzwischen eine Salzwüste. Ein kleines herzförmiges Becken im Nordwesten des verkümmerten Gewässers steht wie ein Symbol für die schwindende Widerstandskraft gegen das Verlanden.





