Wissenschaftler um Christiane Wetzel vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch haben bei Säugetieren ein Molekül identifiziert, das notwendig ist, um Berührungen wahrzunehmen. Die Forscher fanden heraus, dass Mäuse, denen das Protein SLP3 fehlte, verschieden beschaffene Oberflächen nicht mehr unterscheiden konnten. Außerdem empfanden diese Tiere nach Nervenverletzungen bei Berührungen keine Schmerzen. Normalerweise führen solche Verletzungen schon bei der kleinsten Berührung zu so genannten neuropathischen Schmerzen. SLP3 spielt demnach eine wichtige Rolle bei der Umwandlung von mechanischen Berührungsreizen auf der Haut in Nervenimpulse, ist Wetzel überzeugt. Die Erkenntnisse könnten zu neuen Therapieansätzen für Menschen mit chronischen Schmerzen führen.





