Während in der heidnischen Antike der Herrscher allein über Kult und Politik entschied, traten in der komplexen, „multikonfessionell geprägten“ Gesellschaft der Spätantike zunehmend die Bischöfe als Entscheidungsträger auf. Erbitterte Auseinandersetzungen waren zum Teil die Folge. Barceló beginnt mit Kaiser Valerian und mit Diokletian und endet mit Theodosius II. Selbstverständlich widmet er Konstantin ein Kapitel, um dann auf die Entwicklung des Bischofsamts und das Selbstverständnis der Bischöfe einzugehen. Ausführlich schildert er die religionspolitischen Weichenstellungen der verschiedenen Synoden und verdeutlicht, warum Kaiser Julians heidni‧sche Restauration scheiterte. Insgesamt entsteht ein quellennahes, differenziertes Bild der spannungsgeladenen religiösen Gemengelage dieser Umbruchzeit zwischen Antike und Mittelalter.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




