Unglaubliche Fallgeschichten aus der Medizin
Krebs, Unfall, Herzinfarkt? Es gibt doch viel kreativere Wege, den Löffel abzugeben. Wie wäre es mit einem leidenschaftlichen Kuss der Liebsten, einer verschmusten Samtpfote oder einigen zuckerfreien Kaugummis? Seit Oktober 2009 berichtet die Schweizer Ärztin und Martina Frei in ihrer Kolumne im Zürcher Tages-Anzeiger von skurrilen Wegen, zu Tode zu kommen oder dann doch am Leben zu bleiben. Unter dem Titel Das Mädchen mit den zwei Blutgruppen hat sie ihre Beiträge nun in einem Buch zusammengefasst. So kommen auch Nicht-Schweizer in den Genuss der unglaublichen Geschichten.
Dabei gilt bei der Lektüre dasselbe wie in der Medizin: Es kommt auf die Dosis an. Empfehlenswert sind drei bis vier Kolumnen am Tag, um maximales Amüsement zu erreichen. Bei mehr kann es zu Anzeichen von Hypochondrie kommen. Haben Sie aus Versehen zu viele Kolumnen zu sich genommen, dann fragen Sie nicht Ihren Arzt oder Apotheker, sondern besuchen Sie den nächsten Freizeitpark, und fahren Sie mit der Achterbahn. Oder weisen Ihre Frau an, mit einem Pantoffel nach Ihnen zu werfen. Das funktioniert, weiß Martina Frei, und belegt das mit vielen gut recherchierten wissenschaftlichen Quellen. Die Pantoffelbehandlung wurde beispielsweise im British Medical Journal vorgestellt und die Achterbahnfahrt im New England Journal of Medicine. Letztlich wissen wir doch alle: Lachen ist die beste Medizin.
Nadine Eckert





