Melancholisch blickt Ulrich Raulff auf die enge Beziehung zwischen Mensch und Pferd zurück, von der frühere Zeiten geprägt waren und die heute außerhalb der Reithalle weit‧gehend verloren ist. Ohne das Pferd als Arbeitstier war vor der Dampfmaschine kein wirtschaftlicher Aufschwung denkbar, ohne Pferde wurde lange kein Krieg geführt. Allgegenwärtig waren Pferde, keineswegs nur auf dem Land, sondern auch in den Großstädten. Auf den Straßen etwa von Paris entstanden chaotische Zustände, wenn die Pferde als ausgeprägte Fluchttiere schreckhaft scheuten, und die städtische Infrastruktur musste zahllose Ställe für sie vorhalten. Hafer wurde in riesigen Mengen produziert. Die große Bedeutung der Pferde für das Leben der Menschen spiegelt sich nicht zuletzt in Literatur und Kunst – all das erfährt man in diesem elegant geschriebenen Buch.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




