Solche Infernos konnten nur hitzeresistente Organismen überleben, die mehrere hundert Meter tief in der Erde in einer schmalen Zone hausten ? gefangen zwischen der Hitze an der Oberfläche und dem Glühen aus dem Erdinnern. Tatsächlich fanden Evolutionsbiologen, dass die Urahnen der heutigen Lebensformen wahrscheinlich hitzefeste Organismen waren, die bei über 80 Grad Celsius überleben konnten.
Von den wenigen überlebenden Organismen breitete sich das Leben wieder über die Erde aus ? bis zum nächsten Schlag. Bislang gingen Forscher davon aus, dass Asteroiden im frühen Sonnensystem in so hoher Rate einschlugen, dass sich in der Zwischenzeit kein Leben entwickeln konnte. Neue Forschungsergebnisse zeigten jedoch, dass in den 700 Millionen Jahren weniger als zwanzig große Himmelskörper auf die Erde prallten, sagt Sleep. Das gab dem Leben genügend Zeit, um zwischen zwei Schlägen aufzublühen.
Vor rund 3,8 bis 3,5 Milliarden Jahren schließlich ließ dieses kosmische Bombardement nach, und das Leben konnte sich konstanter entwickeln. Aus dieser Zeit stammen auch die ältesten Lebensspuren, die Forscher bislang entdeckten.




