Das Versprechen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wäre im letzten Jahr noch nicht denkbar gewesen: Kostenlose Schnelltests für alle als wirksame Waffe im Kampf gegen die Pandemie. Die Hersteller werden mit ein paar Anlaufschwierigkeiten den Plan des Ministers erfüllen können. Doch die Debatte um den Einsatz von Tests in der Corona-Pandemie ist damit nicht beendet. Dabei geht es um mehr als nur um wissenschaftliche Fragen, vor allem wenn die Tests nicht nur in Testzentren, Arztpraxen oder Apotheken von Fachpersonal, sondern auch von Laien durchgeführt werden.
Denn wer einen Schnelltest für Zuhause kauft, übernimmt eine große Verantwortung. Wie geht die Familie damit um, wenn der morgendliche Test ein positives Ergebnis zeigt? Sollen die Eltern sich beim Arbeitgeber krankmelden, die Kinder zur Sicherheit von Kindergarten oder Schule fernbleiben? Und wie reagiert eine Schule, ein Unternehmen oder Restaurant, wenn Selbsttests auf dem Gelände positiv ausgefallen sind: die Betroffenen heimschicken oder das Quarantäneteam rufen?





