Charlotte Trümpler hat einen Bildband herausgegeben, der sich erstmals vergleichend mit Archäologie und Politik zur Zeit des Kolonialismus befasst. Der Titel „Das große Spiel“ steht dabei für den Wettkampf, den die Kolonialmächte um die prestigeträchtigsten Ausgrabungsstätten in Afrika, dem Nahen Osten und Zentralasien und die Instrumentalisierung der Funde führten.
In 13 großen Kapiteln werden zahlreiche Aspekte dargestellt, von der Kartierung der Stätten über die Schilderung der großen Expeditionen bis zum Bau von Museen. Nicht Archäologen waren die ersten „Schatzgräber“, sondern Priester, Offiziere und Konsuln, Geologen, Architekten oder Juristen. Ihr Engagement und ihre Motivlagen sowie die Begleitumstände ihrer Grabungen werden ausführlich vorgestellt. Ein ungewöhnlich spannender Blick auf die Archäologie!
Rezension: Talkenberger, Heike




