Von Wiebke Pfohl
Altern ist aus evolutionsbiologischer Sicht ein Paradox. Im Prozess der Evolution sollten sich jene Lebewesen durchsetzen, die am besten überleben und sich fortpflanzen. Altern dagegen ist der langsame Verfall des Körpers über die Zeit. Gerade die physiologischen Funktionen, die für Überleben und Fortpflanzung notwendig sind, verschlechtern sich stetig Warum hat sich das Altern dann überhaupt entwickelt? Mehr als 300 Theorien dazu zählte der Biologe Schores Medwedew schon im Jahr 1990. Auch heute ist sich die Forschung nicht einig. „Viele Menschen arbeiten daran, und sie haben fast alle ihre eigenen Theorien“, sagt Joris Deelen, Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns. Theorien wechseln sich in ihrer Popularität ab. Alte Theorien werden wiederbelebt oder Theorien verschmolzen, um neue zu bilden. Drei klassische Ansätze allerdings ziehen sich durch die wissenschaftliche Debatte.





