Wir haben Asteroiden viel zu verdanken. Sie waren schon da, bevor irgendetwas anderes da war. Aus ihnen sind vor 4,5 Milliarden Jahren die Planeten des Sonnensystems entstanden, und seither kommen regelmäßig Felsbrockenverwandte aus dem All zu Besuch. Was für die Erde erst gut war, denn sie haben als Gastgeschenk unter anderem Eis mitgebracht. Allerdings kein Dessert – die bei uns beliebten Sorten Erdbeer-, Vanille- oder Schokoeis sind im Universum ja leider nicht anzutreffen. Nicht einmal simples Wassereis mit Fruchtgeschmack hat man bis jetzt entdeckt. Was neben Gestein und Metall in einem typischen Asteroiden steckt, ist nur gefrorenes Wasser. Das wäre allerdings dringend nötig, denn die Erde präsentierte sich nach ihrer Entstehung als heißer, trockener Himmelskörper, ohne Erfrischungsmöglichkeit. Ein Großteil unseres Wassers war damals nicht vorhanden. Hätte die Erde Humor gehabt, wäre er zwangsläufig trocken gewesen. Wasser, wie wir es kennen und schätzen, kam erst durch Einschläge aus dem All zu uns. Somit sind Asteroiden gewissermaßen das Fundament, auf dem das Leben entstehen konnte. Dafür sind wir dankbar, aber irgendwann ist es dann auch genug.





