„Computus“ – so heißt das Buch, in dem der Mittelalterhistoriker Arno Borst erklärt, dass Leute, die ihre Texte auf einem Computer schreiben und Geld von einem Konto abheben, Dinge nutzen, deren Bezeichnungen von dem Ausdruck „computus“ abstammen, der zugleich uralt und vielseitig ist. Bereits in der Antike erfassten die Menschen mit „computus“ nicht nur Zahlen und Zeit, sie drückten damit auch die Messbarkeit und Berechenbarkeit von Gegenständen und Abläufen aus. In den 1940er-Jahren wurden in den USA die „Calculating Machines“, die für die elektronische Datenverarbeitung geschaffen worden waren, erst in „Computing Machines“ und dann in „Computer“ umbenannt. Letzteres ist kurioserweise das Wort, das zuvor für Frauen reserviert war, die an der Sternwarte der Harvard Universität Himmelsfotografien auswerten – also ausrechnen – sollten.