Die Mediziner sprechen von chronischen Schmerzen, wenn diese länger als sechs Monate anhalten und unabhängig von der Ursache eine wichtige Bedeutung im Alltag der Menschen haben. Sie können sich zur eigenständigen Schmerzkrankheit auswachsen – einem komplexen Leiden, das die körperlichen, seelischen und sozialen Fähigkeiten der Patienten zunehmend einschränkt.
Von den etwa elf Millionen Schmerzkranken in Deutschland haben rund 960000 problematische Schmerzen, die wegen ihrer Komplexität nur in Einrichtungen behandelt werden können, in denen Schmerztherapeuten, Physiotherapeuten, Psychologen und Psychotherapeuten zusammenarbeiten.
Zur flächendeckenden Versorgung wären mindestens 2000 dieser Einrichtungen notwendig. Tatsächlich gibt es 500. Für Kinder mit chronischen Schmerzen existiert in Deutschland nur eine einzige spezialisierte Ambulanz, eine Einrichtung der Privatuniversität Witten/Herdecke.
Michael Zick





