Viele Jugendliche schlafen zu wenig. Das schadet ihrer Gesundheit und Leistungsfähigkeit, betonen Forscher um Ulrich Koehler von der Universität Marburg. Die Wissenschaftler hatten in einer Studie die Schlafgewohnheiten und den Gesundheitszustand von 8850 Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 16 und 25 Jahren untersucht.
Dabei stellten sie fest, dass der Nachtschlaf im Durchschnitt wochentags sechseinhalb Stunden pro Nacht betrug, bei jedem Fünften sogar weniger als sechs Stunden. „Damit schlafen die jungen Menschen deutlich weniger als ältere Erwachsene”, meint Koehler, „obwohl sie in ihrer Lebensphase eigentlich mehr Schlaf benötigen.” Die allgemein empfohlene Schlafdauer liegt zwischen sieben und acht Stunden.
Der Grund für den Schlafmangel ist laut der Untersuchung vor allem der Lebensrhythmus: Die Jugendlichen gehen relativ spät ins Bett, müssen dann aber wieder früh aufstehen, um rechtzeitig in der Schule oder an ihrem Ausbildungsplatz zu sein.
Die Folge ist, dass zwei Drittel der Jugendlichen sich tagsüber müde und nicht oder wenig leistungsfähig fühlen. Außerdem leiden viele durch den Schlafmangel verstärkt unter psychischen Beschwerden, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Problemen.





