Der Autor möchte ihn dabei in acht Kapiteln zu den wichtigsten Stationen seines Lebens begleiten. Es gelingt ihm durchaus, Lebensdaten und Wegstationen korrekt und gründlich zusammenzutragen. Eine „authentische“ Nähe zur alltäglichen Lebenswelt des Menschen Wieland, auf die es dem Verfasser nach eigenen Angaben ankommt, wird der Leser allerdings kaum darin finden. Zarembas Studie leidet nicht unwesentlich daran, dass sie Wielands Leben zu wenig in den historisch-sozialen Kontext einbettet.
Die Einleitung, deren Ziel einzig darin besteht, Quellenlage und Forschungsstand zu beschreiben, schafft es nur bedingt, für die folgenden dreihundert Seiten zu begeistern. Ein oft fehlender roter Faden begünstigt das Vergnügen dabei ebenso wenig wie der direkt in den Text verwobene kritische Apparat. Aufgrund der gründlichen Recherchearbeiten kann Zarembas Biografie als nützliches Nachschlagewerk dienen – echtes Interesse für das Leben Wielands zu wecken, vermag sie nicht.
Rezension: Marquardt, Philipp




