Hot town, summer in the city / Back of my neck getting dirty and gritty / Been down, isn’t it a pity /Doesn’t seem to be a shadow in the city“. Der Hit der „Lovin’ Spoonful“ aus dem Vorjahr wurde auch im Sommer 1967 im Radio gespielt. Doch den Bürgermeistern und Polizeichefs zahlreicher amerikanischer Großstädte war höchst unwohl beim Gedanken an die ansteigenden Temperaturen, als der Kalender den Juli des Jahres 1967 markierte. Denn wenn die Hitze über dem Asphalt flimmerte, pflegten schnell die Emotionen den Siedepunkt zu erreichen – vor allem in jenen Stadtteilen mit stickigen Zimmern ohne Air-Condition und einem Freizeitangebot an den so spät dunkel werdenden Abenden, das sich auf das „Abhängen“ mit „Brüdern“ auf den Treppenzugängen der Mietshäuser oder in deren Hinterhöfen beschränkte. Also in den sogenannten hoods, den fast ausschließlich von Afroamerikanern bewohnten Stadtteilen.
Im klassischsten aller schwarzen Viertel der USA, in Harlem, hatte es im Juli 1964 zu brennen begonnen, bevor die Gewalt, die Steine, die Molotow-Cocktails, das Plündern auch auf den Stadtteil Bedford-Stuyvesant im New Yorker Bezirk Brooklyn übergegriffen hatten. …
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