
Der Stieglitz – auch bekannt als Distelfink – sucht sich im Allgemeinen eine bunte Umgebung als Habitat, wilde Nischen mit Kräutern, Blumen und Obstbäumen. “Aber allein in der Agrarlandschaft sind seit 1994 fast 90 Prozent aller Brachflächen mit ihrer heimischen Artenvielfalt verloren gegangen”, sagt NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. “Für unseren Jahresvogel wird es in Deutschland inzwischen eng.” Helmut Opitz rät deshalb, in Gärten, an Sport- und Spielplätzen, Schulen, Ackerflächen oder Straßenrändern kleine Ecken natürlich wuchern zu lassen. Denn: “Randstreifen mit Blumen und Wildkräutern an Feldern und Wegen werden immer weniger und artenärmer. Im Siedlungsraum verschwinden wildblumenreiche Brachflächen, öffentliches und privates Grün wird zu intensiv gepflegt, Wildkrautvielfalt gar weggespritzt.” Und gerade solche Flächen brauche der Stieglitz zum Leben.
Foto: NABU/F. Derer





