Die bekannten „Brustkrebs-Gene” BRCA1 und 2 sind seltener die Ursache von Brust- und Eierstockkrebs als bisher vermutet. Das ist ein Ergebnis des seit 1996 in zwölf deutschen Unikliniken laufenden Forschungsprojekts zum erblichen Brustkrebs, das von der Deutschen Krebshilfe finanziert wird. Frauen aus Hochrisiko-Familien können sich dort genetisch untersuchen lassen. Von 1000 Familien, die das Angebot bisher angenommen haben, fand sich lediglich bei 300 eine Mutation in den BRCA-Genen. Möglicherweise spielen in den übrigen Familien andere, unbekannte „Krebs-Gene” eine Rolle als Krebsauslöser.
Ulrich Fricke





