Alles begann 1886 mit der Gründung der „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ in Stuttgart. Der „Bosch-Magnetzünder“ für Automobile wurde zur Keimzelle des Aufstiegs. Die Autoren zeichnen aber nicht nur eine Erfolgsgeschichte, sie benennen auch Fehlentscheidungen und setzen sich intensiv mit „Bosch“ in der NS-Zeit auseinander. Sie arbeiten eine bemerkenswerte Ambivalenz heraus: Einerseits setzte sich Robert Bosch für verfolgte Juden ein und hatte Kontakt zur Widerstandsgruppe um Carl Goerdeler, andererseits profitierte das Unternehmen enorm von der Rüstungsproduktion, in der für „Bosch“ bis zu 20 000 Zwangsarbeiter schufteten.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




