Der Medizinerin Mirjam Christ-Crain ist der Nationale Latsis-Preis des Schweizerischen Nationalfonds verliehen worden. Er ist mit 100 000 Franken dotiert. Die 35-jährige Professorin an der Universität Basel wurde für ihre Forschung an Stresshormonen ausgezeichnet. Christ-Crain hatte festgestelt, dass Stresshormone wie Cortisol Hinweise auf die Behandlung von Schlaganfällen und Lungenentzündungen geben. Sie hatte die Konzentration der Hormone im Blut von Patienten gemessen und dabei entdeckt, dass ein erhöhter oder erniedrigter Pegel auf einen schlechteren Krankheitsverlauf und ein größeres Sterberisiko schließen lässt. Diese Erkenntnis gibt Ärzten wichtige Grundlagen für die Therapie von Schlaganfällen und Lungenentzündungen. Denn sie ermöglicht es, diejenigen Patienten zu bestimmen, die einer besonders intensiven Behandlung bedürfen.





