Wie sieht es im Bauch eines Großkessels aus? Diese Frage können Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik, IBMT, in St. Ingbert mit der medizinischen Ultraschall-Technik beantworten. Ihre Anwendung in der industriellen Fertigung ermöglicht es, Temperaturschwankungen und Strukturveränderungen in Behältern und Öfen genau zu beobachten und zu steuern – durch Stahl und Flüssigkeiten hindurch. „Mit der Methode, die aus der thermischen Tumorbehandlung stammt”, erklärt Robert Lemor vom IBMT, „läßt sich der bestrahlte Gewebebereich online visualisieren.” Ultraschall könnte in Zukunft viele industrielle Verfahren perfektionieren: So sind bei der Fertigung von Gummi und Kunststoffen sowie beim Sintern von Keramik kleinste Temperaturabweichungen für den Produktionsablauf entscheidend.
Rüdiger Vaas





