Pflanzen tun es, viele Meerestiere, außerdem einige Reptilien und sogar manche Säugetiere: Viele Organismen leuchten nach Bestrahlung mit ultraviolettem Licht in knalligen Farben. So schimmert das Fell des Gleithörnchens nach Anregung rosa, Geckos strahlen blau-grün und auch das Fell des Eisbären schimmert nach UV-Bestrahlung bläulich. Hinter dieser Biofluoreszenz stecken Moleküle, die durch das UV-Licht der Sonne angeregt werden. Die überschüssige Energie geben sie dann in Form von längerwelligem, farbigem Licht wieder ab – sie leuchten. Unklar ist jedoch bei vielen dieser Tierarten, welche biologische Bedeutung die Biofluoreszenz hat. Einer Hypothese zufolge dient das subtile Leuchten der Kommunikation innerhalb der Art oder zwischen den Arten. Denkbar wäre aber auch, dass die Biofluoreszenz bei vielen Spezies keine spezielle Funktion erfüllt, sondern nur ein Nebenprodukt biochemischer Stoffwechselvorgänge darstellt. Aus Mangel an belastbaren Belegen gilt das Leuchten bei vielen Tiergruppen bislang als Merkmal ohne klare Funktion.





