Die Stiftung des früheren US-Präsidenten Bill Clinton hat mit mehreren kleineren Pharmafirmen ein Abkommen ausgehandelt, das die Kosten von Aids-Tests und Medikamenten gegen die Immunschwäche in den Entwicklungsländern deutlich senkt. Chembio (USA), Orgenics (Israel), Qualpro Diagnostics (Indien) und Shanghai Kehua (China) haben zugesagt, den Preis für einen Aids-Test auf 49 bis 65 US-Cent zu halbieren. Die indischen Unternehmen Cipla, Ranbaxy, Strides Arcolab und die südafrikanische Aspen Pharmacare wollen eine Jahresbehandlung mit den antiretroviralen Präparaten Efavirenz und Abacavir um 30 Prozent billiger für 240 beziehungsweise 447 Dollar anbieten. Sie kommen zum Einsatz, wenn die Patienten andere Medikamente nicht vertragen oder eine Resistenz gegen sie entwickelt haben. Laut Bill Clinton werden von dieser Initiative rund 50 Länder in Afrika, Asien, der Karibik, Lateinamerika und Osteuropa profitieren. Er hofft, dass durch den billigeren Aids-Test mehr Menschen dazu ermutigt werden, sich untersuchen zu lassen. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sind weltweit mehr als 40 Millionen Menschen mit HIV infiziert.





