Der linke Schulterstern des berühmten Himmelsjägers Orion, eines der bekanntesten Sternbilder, heißt Beteigeuze. Seit Jahrzehnten wird gerätselt, warum sich seine Helligkeit im Lauf mehrerer Jahre periodisch ändert. Nun ergaben Aufnahmen des Gemini North Telescope auf Hawaii mithilfe der sogenannten Speckle-Interferometrie, dass der rote Überriese in äußerst geringem Abstand – noch innerhalb seiner dünnen äußeren Gashülle! – von einem heißen Begleitstern umkreist wird (blau). · Foto: International Gemini Observatory / NOIRLab / NSF / AURA, M. Zamani
von THOMAS BÜHRKE
Anfang des Jahres 2020 sorgte ein Stern weltweit für Aufsehen: Beteigeuze, einer der beiden Schultersterne im Sternbild Orion. Er war immer lichtschwächer geworden, bis die Helligkeit im Februar 2020 auf ein historisches Tief seit Beginn präziser Beobachtungen fiel. Weltweit wurde darüber spekuliert, ob dieses Great Dimming ein Anzeichen für eine nahe bevorstehende Explosion sein könnte. Doch nichts dergleichen passierte. Beteigeuzes Helligkeit erhöhte sich und erreichte Ende April 2020 wieder ihren durchschnittlichen Wert.