Bereits Ende des 19. Jahrhunderts experimentierten Mediziner damit, Bakterien zur Bekämpfung von Krebs einzusetzen. Die Idee dahinter: Die durch die Bakterien ausgelöste Immunreaktion kann dafür sorgen, dass das Immunsystem auch die Tumorzellen eliminiert. Mit Aufkommen wirksamerer Methoden wie Chemotherapie und Bestrahlungen verloren solche Ansätze an Bedeutung. Neue gentechnische Methoden, die es ermöglichen, Bakterien zielgerichtet zu modifizieren und dadurch nicht nur ihre immunologische Wirksamkeit zu steigern, sondern auch unerwünschte Nebeneffekte zu verringern, eröffnen nun jedoch neue Möglichkeiten für die „lebende Krebstherapie“.





