Baumstämme schwellen und schrumpfen im Rhythmus der Gezeiten, fanden schweizerische und italienische Wissenschaftler von der ETH Zürich und der Universität Trient heraus. Offenbar beeinflußt die Anziehungskraft des Mondes den Wasserfluß im Inneren der Bäume.
Die Forscher verglichen Veränderungen der Dicke verschiedener Bäume, die unter kontrollierten Licht- und Temperaturverhältnissen kultiviert wurden, mit den periodischen Schwankungen der Schwerewirkung des Mondes. Sie stellten fest, daß der Durchmesser der Baumstämme mit der Periode des Mondumlaufs – etwa 25 Stunden – um bis zu mehrere Zehntel Millimeter zu- und abnahm.
Der Grund ist vermutlich ein rhythmischer Austausch von Wasser zwischen lebenden Zellen des Holzes und totem Gewebe aus abgestorbenen Zellwänden.
Ralf Butscher





