von ROLF HEßBRÜGGE
Als das Auto-Transportschiff „Freemantle Highway“ im Juli vergangenen Jahres auf der Nordsee in Flammen stand, schien die Ursache schnell ermittelt: Der Akku eines an Bord befindlichen E-Fahrzeugs sei in Brand geraten. Später widerlegten Experten diesen Erstbefund. Und doch haben Stromer sowie deren Batterien, in aller Regel Lithium-Ionen-Akkus, ein Imageproblem. Sie gelten als brandgefährlich. Zu recht? „Grundsätzlich sind Auto-Akkusysteme sicher, die Qualitätskontrollen sind sehr streng“, erklärt Jonas Krug von Nidda vom Bundesamt für Materialforschung und -prüfung (BAM): „Allerdings haben die darin verbauten Lithium-Ionen-Pakete eine sehr hohe Energiedichte und sind dementsprechend reaktionsfreudig. Wenn dann beispielsweise ein Fremdpartikel in eine Akkuzelle gerät, etwa durch einen Produktionsfehler, kann dies im Betrieb zu einem Kurzschluss führen und eine Kettenreaktion auslösen, die im Fahrzeugbrand mündet.“





