Das liest sich spannend, und es macht Freude, dem modernen Entdecker über die Schulter zu schauen. Ob die hierbei produzierten Thesen aber besonders verlässlich sind, sei einmal dahingestellt, denn den gesamten Text durchziehen gewagte Thesen und Konstruktionen bis hin zur bloßen Spekulation. Aber gerade bei der Erforschung von historischen Phänomenen, bei denen Schriftquellen eher rar gesät sind, geht es wohl nicht ohne eine gehörige Portion Imaginationskraft. Diese Imaginationen lesen sich aber sehr gut und sind ansprechend bebildert. Wer mitreisen und mitspekulieren möchte, erhält mit dem Buch alles, was dafür nötig ist.
Rezension: Dr. Sebastian Rojek
Øystein Morten
Erik der Rote
Der Entdecker Amerikas. Übersetzt von Gabriele Haefs
Kröner Verlag, Stuttgart 2024, 373 Seiten, € 30,–




