Die Dopplerspektroskopie beruht auf demselben Prinzip wie Radarfallen im Straßenverkehr. Dabei lassen Polizisten Wellen einer bestimmten Frequenz auf das zu messende Fahrzeug treffen und bestimmen anhand der Frequenzverschiebung der reflektierten Wellen dessen Geschwindigkeit. Die Dopplerspektroskopie hingegen beruht auf der Frequenzverschiebung von optischen Absorptionslinien der in der Atmosphäre enthaltenen Gasmoleküle, deren Geschwindigkeit so ebenfalls bestimmt werden kann.
Wissenschaftler der NASA und ESA sind erleichtert über die gelungene Bestimmung der Windrichtung auf Titan, soll doch im Jahre 2004 eine Raumsonde auf Titan landen und von dort aus für gut zwei Stunden den Saturn untersuchen. Die neuen Daten erlauben nun eine genauere Berechnung der Flugbahn der Sonde beim Eintritt in die Titanatmosphäre. Unbekannt bleibt allerdings weiterhin, wie Windgeschwindigkeit und Richtung mit der Höhe über der Titanoberfläche variieren – somit ist ein Erfolg der Saturnmission trotz der neuen Analysen nicht selbstverständlich.




