Der Grund des Missverständnisses liegt darin, dass ein Zahn dann „tot“ ist, wenn in seinem Inneren das Geflecht aus Nerven und Blutgefäßen – der Mediziner spricht von „Pulpa“ – als Endstadium einer Entzündung abgestorben ist. Dann reagiert er nicht mehr auf Kälte, und wenn der Zahnarzt den Bohrer ansetzt, ist ebenfalls nichts zu spüren. Doch die tote Pulpa stellt einen idealen Nährboden für Bakterien dar, die sich darin ungehemmt vermehren und das Gewebe schließlich faulig zersetzen (man nennt das „Gangrän“). Nimmt der Zahnarzt in diesem Stadium mit einer feinen Nadel ein wenig Zahninhalt heraus, stinkt das fürchterlich.





