Das Phänomen wird als „kontralateraler Krafttrainingseffekt“ oder kurz „Crossing Effect“ bezeichnet. Laut dem Leiter der Studie, Ken Kazunori Nosaka von der Edith Cowan University im australischen Crawley, lässt sich der Effekt sehr vorteilhaft im Rahmen von Reha-Maßnahmen bei Patienten nutzen, deren Gliedmaßen nach Verletzungen für eine gewisse Zeit ruhiggestellt werden müssen: „Indem wir sofort mit der Reha und dem Training der unverletzten Extremität beginnen, können wir Muskelschäden der anderen Extremität verhindern und durch das Training sogar Kraft aufbauen, ohne sie zu bewegen.“ Fest steht allerdings, dass der Effekt ausschließlich den identischen (homonymen) Muskel der Gegenseite betrifft. Wird also beispielsweise der Wadenmuskel des linken Beins trainiert, zeigt sich der Kraftzuwachs auch in der rechten Wade, aber nur dort, und nicht etwa auch im rechten Arm.





