Lange vor der klassischen Zeit, in der Athen die Demokratie erfand und zur Großmacht aufstieg, befand sich Attika, dessen Zentrum Athen war, in einer tiefen Krise. In den ersten Jahren des 6. Jahrhunderts v. Chr., als die Akropolis noch nicht gebaut und von der Macht, die Athen einmal auszeichnen sollte, noch nicht viel zu sehen war, stand Attika am Rand des Zusammenbruchs. Ein offener Bürgerkrieg drohte. Wie war es damals, in der Mitte der archaischen Zeit, dazu gekommen, dass sich immer größere Teile der Bevölkerung in ihrer Existenz bedroht sahen und gewillt waren, aus ihrer wirtschaftlichen Not heraus die gesellschaftlichen Verhältnisse zu ändern? Banken, Börsen und Spekulanten gab es noch nicht, gegen sie konnte sich die Wut der Menschen nicht richten.
Eigentlich hatte alles mit einer Blütezeit begonnen: Das 7. Jahrhundert v. Chr. war eine Zeit des Aufbruchs – wirtschaftlich und gesellschaftlich. Die große Kolonisation war im vollen Gange. Überall gründeten die Griechen neue Siedlungen: in Kleinasien, Libyen, Italien, Südfrankreich, Spanien und an den Ufern des Schwarzen Meeres. Zahlreiche griechische Schiffe befuhren nun das Mittelmeer. Besonders die Aristokraten zog es in die Ferne – zu anderen griechischen Siedlungen, aber auch weiter zu den Lydern nach Kleinasien und zu den Ägyptern.
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 12/2012.
David Neuhäuser




