Der Band punktet tatsächlich mit seinen Karten, ob zur Expansion der Etrusker, zu den hellenistischen Großreichen oder zum Straßennetz im Römischen Reich. Problematischer aber muss die Bebilderung wirken, die sich zum nicht unbeträchtlichen Teil aus den phantasievollen Darstellungen des 19. Jahrhunderts speist. Man vermisst eine kritische Einordnung dieser Rückprojektionen, die dazu beitragen, falsche Vorstellungen über die Antike wachzuhalten. Zudem entspricht Sonnabends Schilderung der „Völkerwanderungszeit“ mit ihrer Gegenüberstellung von den „Römern“ und den „Germanen“ nicht mehr ganz dem neueren Forschungsstand.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




