Astrid Ericsson wurde 1907 als Tochter eines Pfarrhofpächters nahe Vimmerby in Südschweden geboren. Spiele im Freien, aber auch die selbstverständliche Mitarbeit auf dem Hof prägten die glückliche Kindheit der aufgeweckten Astrid, die schon mit 16 Jahren ein Volontariat als Journalistin der „Vimmerby Tidning“ antrat. Die vielversprechende Karriere fand ein jähes Ende, als sie mit 18 Jahren als Mutter eines unehelichen Sohns dastand. Andersen schildert ausführlich Depressionen und Schuldgefühle der jungen Frau, die ihr Kind zunächst in Pflege gab. Später begleitet der Autor seine Protagonistin mit viel Empathie durch die harten Kriegsjahre, durch ihr Arbeits- und Familienleben und durch die Zeiten der großen Erfolge. Lindgrens persönliche Entwicklung verknüpft er geschickt mit ihrem literarischen Werk. Auch die zahlreichen Bilder und Zitate tragen dazu bei, dass uns Astrid Lindgren als moderne Frau ihrer Zeit ganz nahe kommt.
Rezension: D. Heike Talkenberger




