Zwei von drei Kindern, die an einer schweren Neurodermitis leiden, erkranken im späteren Leben auch an allergischem Asthma. Bisher galt eine generelle Überaktivität des Immunsystems als Hauptgrund für den sogenannten Etagenwechsel im allergischen Geschehen. Doch nun haben US-Forscher an Mäusen herausgefunden, dass die erkrankten Hautzellen bei Neurodermitis eine Signalsubstanz (abgekürzt „TSLP”) ins Blut abgeben. Diese scheint langfristig die Zellen der Bronchien empfindlicher gegenüber Allergenen zu machen und so das Asthma auszulösen. TSLP, vermuten die Forscher, hat die Hauptfunktion, dem Immunsystem anzuzeigen, dass die Hautbarriere gegen Krankheitserreger löchrig geworden ist.





