Im chronologischen Durchgang charakterisiert er das Wechselspiel zwischen Widerstand und Kontrolle, Lebenswirklichkeit und Propaganda und bietet eine umfassende Soziologie der Arbeiterschaft der DDR. Deutlich wird, dass eine „missmutige Loyalität“ der Arbeiter zum SED-Staat, gepaart mit dem Rückzug ins Private, die relativ lange Dauer der Diktatur beförderte. Lebendig wird die stark mit Tabellen und Statistiken angereicherte Darstellung durch die zitierten Lebenserinnerungen von Arbeitern. Wer sich mit dem Thema befassen möchte, wird künftig zu Kleßmanns Buch greifen müssen.
Rezension: Talkenberger, Heike




