Die Entschlüsselung des kompletten Genoms eines beliebten Aquarienfischs könnte zu neuen Erkenntnissen bei der Bekämpfung des schwarzen Hautkrebses (Melanom) beitragen. Sequenziert wurde das Erbgut des Spiegelkärpflings Xiphophorus maculatus – besser bekannt als Platy – durch ein deutsch-amerikanisches Forscherteam um Manfred Schartl von der Universität Würzburg.
Der Nachwuchs von Platys kann bestimmte Arten von Hauttumoren entwickeln, die dem bösartigen Melanom beim Menschen entsprechen. Der Krebs entsteht bei den Fischen, wenn das Regulationswerk der Gene außer Kontrolle gerät. „Mit dem Wissen über das Genom”, erläutert Schartl, „können wir jetzt verfolgen, wie einzelne Gene zusammenarbeiten, wenn schwarzer Hautkrebs entsteht. Denn die gleichen Gene, die beim Menschen in Pigmentzellen die Entwicklung von Hautkrebs in Gang setzen, sind bei Xiphophorus am Werk, wenn dieser ein Melanom entwickelt.”





