Die infrarote Wärmeabstrahlung hängt dagegen nicht von der aktuellen Sonneneinstrahlung ab, sondern von der Wärme, die die Asteroidenoberfläche innerhalb der letzten Stunden von der Sonne aufgenommen hat. Sie ist deshalb gleichförmiger. Da aber die Erdatmosphäre für einen großen Teil der Wellenlängen der Infrarotstrahlung nicht durchlässig ist, sind Infrarotaufnahmen nur mit einem Satellitenteleskop möglich.
Den Forschern zufolge beeinflusst die neue Studie nicht die bisherigen Schätzungen über das Risiko der Erde, von einem Asteroiden getroffen zu werden. Man schätzt, dass die Erde alle 100.000 bis 300.000 Jahre von einem erdnahen Asteroiden (NEO) mit einem Durchmesser ab einem Kilometer getroffen wird. Die NEOs befinden sich auf stark elliptischen Bahnen, die der Erdbahn nahe kommen. Man geht davon aus, dass die NEOs ursprünglich Mitglieder des Asteroidengürtels waren, aber von Jupiters Schwerkraft auf ihre erdnahen Bahnen katapultiert wurden.





