Antimaterie ist ein ganz besonderer Stoff: selten, teuer und exotisch. Inzwischen haben Physiker gelernt, ihn gezielt zu erzeugen und zu verändern. So wird jetzt am Forschungslabor CERN bei Genf überprüft, ob Antimaterie auf dieselbe Weise Licht abstrahlt wie Materie. Neben Antikernen wie dem Antihelium und Antiatomen wie Antiwasserstoff können Wissenschaftler nun auch kurzlebige Materie-Antimaterie-Verbindungen herstellen. Und sie arbeiten an einem Kondensat aus Positronen, um damit einen Gammastrahlen-Laser zu bauen, der Atomkerne „fotografieren” soll. Auch in der Biologie und Medizin wird Antimaterie bereits eingesetzt, zum Beispiel bei der PET, der Positronen-Emissions-Tomographie. Doch die größte Anstrengung gilt der Suche nach einer grundlegenden Erklärung, warum die Materie nicht bereits kurz nach dem Urknall mit der Antimaterie zerstrahlt ist, warum es also überhaupt noch Materie gibt – und damit uns.
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VORSTOSS IN DIE GEGENWELT
Seit der Entdeckung der Antimaterie vor 80 Jahren ist ihre Erforschung förmlich explodiert. Inzwischen erzeugen Physiker Antiteilchen systematisch im Labor – sogar solche, die in der Natur noch nie gefunden wurden.
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Extrem, exotisch, explosiv
Zwei neue Forschungsgebiete sind am Start: In der Antiphysik wird erkundet, ob und worin sich die Eigenschaften von Materie und Antimaterie unterscheiden. In der Antichemie geht es um Antiatome und Antimoleküle sowie um deren Verbindung mit normaler Materie.





