Eine in Europa und Nordamerika unternommene Studie hat den Nutzen eines sogenannten monoklonalen Antikörpers bei Brustkrebs-Patientinnen belegt. Der als Trastuzumab bezeichnete Wirkstoff ist seit letztem Jahr zugelassen. Seine Wirkung: Er blockiert einen Zell-Rezeptor für den Wachstumsfaktor EGF. Dieser sitzt bei knapp einem Drittel aller Patientinnen auf der Oberfläche der Tumorzellen und läßt diese besonders aggressiv wachsen. 279 Patientinnen, die alle den außer Kontrolle geratenen EGF-Rezeptor in sich trugen, erhielten eine Chemotherapie und die Hälfte zusätzlich den Antikörper. Die Sterblichkeit im ersten Jahr sank mit Trastuzumab-Behandlung von 33 auf 25 Prozent.
Ulrich Fricke





