Wagner-Hasel beginnt mit der minoisch-mykenischen „Palastkultur“, referiert die Geschichte ihrer Erforschung und stellt die beliebte Annahme in Frage, auf Kreta habe es ein „Matriarchat“ gegeben, in dem Frieden geherrscht habe. Neue Funde förderten nämlich Kriegergräber und kultische Menschenopfer zutage. Priesterinnen und weibliche Herrschaftsbeteiligung habe es aber wohl gegeben. Ähnlich problemorientiert durchschreitet Wagner-Hasel die griechische Poliskultur und das römische Weltreich. Der empfehlenswerte Band verzichtet auf abgedruckte Bilder, doch die im Text erwähnten Bildquellen können unter der Internetadresse des Verlags abgerufen werden.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




