Wilfried Nippel, Althistoriker an der Humboldt-Universität Berlin, führt eindrucksvoll vor, wie man in verschiedenen Epochen danach strebte, unter anderen historischen Bedingungen eine der antiken Demokratie ähnliche Verfassung für die Gesellschaft zu finden. Angefangen bei der Aristoteles-Rezeption des Mittelalters und der Renaissance über die Orientierung an der Antike in der amerikanischen und französischen Verfassung der Revolutionszeit bis hin zur Demokratiediskussion des 20. Jahrhunderts, spannt er den argumentativen Bogen, der auch Kritik an und Abgrenzung von der Antike mit einschließt. Klar wird, dass Athen nicht auf alle Gegenwartsfragen eine Antwort parat haben kann.
Rezension: Talkenberger, Heike




