Obwohl sich eine neue Wirkstoffklasse, die Aromatase-Inhibitoren, in klinischen Versuchen gegen Brustkrebs bewährt hat, empfahl ein Ausschuss der ASCO, vorerst beim alten Medikament Tamoxifen zu bleiben. Beide Substanzen wirken gegen das Hormon Östrogen, das manche Krebsformen zum Wachsen anregt. Tamoxifen verdrängt das Hormon an den Krebszellen, Aromatase-Inhibitoren verhindern dessen Herstellung. Die Forscher wollen noch zwei Jahre Erfahrungen mit den neuen Wirkstoffen sammeln, bevor sie eventuell einen Kurswechsel einschlagen. Bemerkenswert ist ein großer Vorteil von Tamoxifen: Es bekämpft auch nach seinem üblicherweise fünfjährigen Einsatz weiter den Krebs. Wie es zu diesem Langzeiteffekt kommt, ist ungeklärt.





