Wichtig ist, zunächst die hölzerne Form gut anzufeuchten und mit Sand zu bestreuen. Bernhard Warszynski wuchtet den neun Kilo schweren, grauen Lehmklumpen in den rechteckigen Kasten. Knetet die Masse, so dass alle vier Kanten exakt in die Form passen. Entfernt dann mit der „Harfe“, einem mit einer einzigen Saite bespannten Werkzeug, den überstehenden Lehm, streicht die Fläche glatt und hebt das hölzerne Geviert der Form vom Unterboden ab.
Normalerweise müsste der fertige Ziegel noch sechs Wochen trocknen und verlöre in dieser Zeit anderthalb Kilo. Wenn die Masse nach vier bis fünf Tagen eine ledrige Konsistenz erreicht hätte, könnte man Ornamente oder Buchstaben hineindrücken, bevor sie schließlich bei 930 bis 950 Grad Celsius gebrannt würde. Der Ziegel wöge dann fünf Kilo, immer noch ein gewaltiger Brocken. …
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